Vorlesungen auf dem Android-Handy

Hörbücher und Handys machen in Kombination durchaus Sinn. Nicht jeder, der auf längeren Wegen in den öffentlichen Verkehrsmitteln ein Buch lesen, gut, sagen wir „konsumieren“ will, hat auch Lust, Platz und Kraft, dieses überallhin mitzuschleppen.

Die Seite audible.de, die sich auf den Onlinevertrieb von Hörbüchern spezialisiert hat, hat daher versucht, diese Brücke mit einer Application zu schlagen.

Die App ist gut, keine Frage. Direkt beim Start wird man gebeten, einen neuen Account anzulegen, oder sich einzuloggen. Dann kann man seine Bibliotheken aktualisieren und die vorher am Rechner ausgesuchten Bücher auf das Endgerät runterladen.

Wie man sich über die Application neue Bücher in die Bibliothek lädt, habe ich trotz aktiver Suche nicht herausfinden können, bei meinem Testlauf war also eine Voranmeldung über den heimischen PC nötig.

Beim Runterladen bekommt man dann gleich eine kleine Kostprobe davon, mit was man es zu tun hat: Das von mir ausgesuchte (eher dünnere) Buch ist hat eine Laufzeit von sieben Stunden und eine Dateigröße von 99 MB. Das hat mich dann direkt zum Limit meiner Downloadflatrate geführt. Der Download an sich geht allerdings schnell und unkompliziert, ab einer gewissen (kleinen) Datenmenge kann man das Buch schon mal anhören, während es noch im Hintergrund lädt und die 99 MB waren innerhalb 20 Minuten auf meinem Endgerät.

Per Einstellungen lässt sich auch bestimmen, dass man Downloads erst zulässt, wenn man sich mit seinem Handy in einem W-Lan-Netz befindet, um das Datenvolumen zu verringern, das über den Äther gejagt wird. Das Herunterladen des Buches muss man dann auch nochmal bestätigen, damit man nicht ohne den Schutz einer Flatrate versehentlich einkomplettes Hörbuch runterlädt.
Die Bibliothek kann man nach Titel, Autor, Dauer oder einfach chronologisch sortieren.

Die App bekam eine Newsseite spendiert, eine Suchfunktion für die Bibliothek, vielfältige Einstellungsmöglichkeiten für das Handling und eine Statistikseite.
Diese ist eine lustige Spielerei, die sich allerdings im Handling sehr zickig verhält. Man kann da abgesehen von den klassischen Statistiken über sein Nutzungsverhalten auch kleine Achievements frei schalten.
Leider kann man nicht sehen, für was man diese bekommt, Achievement-Sammler haben also eine Menge Arbeit vor sich.
Der Abspielbereich der Application ist durchdacht und sinnvoll, die Entwickler dachten sogar an einen Sleepmode. Allerdings geht sie nicht automatisch auf Pause, wenn ein Anruf rein kommt und das Handy auf Vibration steht. Ist es auf Klingeln gestellt, geht es auf Pause, spielt das klingeln ab und springt automatisch ein, zwei Sekunden zurück.

Warum man das Handy nicht am Rechner haben darf, während man die Application nutzt, verstehe ich offen gestanden nicht so ganz.
Abgesehen von diesen kleinen Kratzern ist die App sehr gut. Die Kosten für das Verwenden liegen bei den üblichen Kosten eines downloadbaren Hörbuches. Audible Kunden sei diese Application sowieso ans Herz gelegt, für alle anderen ist sie sowieso keine Entscheidungshilfe für oder gegen ein Hörbuch.

3 comments on “Vorlesungen auf dem Android-Handy

  1. Die Audible App ist Klasse. Danke für den Beitrag, und zu allem Überfluss habe ich hier noch ein paar Gutschein-Codes, mit denen man die entsprechenden Hörbücher KOSTENLOS bekommt.

    * Mount Dragon – Labor des Todes: U364V1O3
    * Tom Sawyer: 50SCXKJZ
    * Kate Moss – Das verlorene Labyrinth: DR64T4WG
    * Silvia Kaffke – Totenstill: SC5TR536
    * Jörg Kastner – Teufelszahl: UVFTPQAN
    * Martyrium: AEEJB3GA
    * Bram Stokers Drakula: 9A8XCWD3
    * Die Hölle ist überall: 52DT7R3R
    * Dr. Jeckyll & Mr. Hyde: R1XIE9QB
    * Robert Browne – Devils Kiss: 7L1J9PFY
    * Star Trek Titan Prt. 1: 4P5KPLLC
    * Der Patient von John Katzenbach: DVLDMHT6
    * "Das Lied von Eis und Feuer" von George Martin: DKQ5MJBN

    Für Neu-Kunden, die eine feste Mitgliedschaft planen:

    Ein Hörbuch gratis + einen kostenlosen Probemonat bei Audible: 2PVIKRCN

    Viele grüße,
    Mario

  2. Siche Dinge auf dem Handy vorlesen zu lassen – besonders Blogs oder eben auch Podcasts anhören. Geht übrigens mit jedem Handy, wenn man einen Dienst wie zum Beispiel phonecaster.de verwendet. Der Witz hierbei ist, dass es auch über die Freisprech (zum Beispiel im Auto) funktioniert. Was für mich deutlich mehr Charm hat als diese Lösung. Schwierig wird es natürlich bei Audiobooks, wie beim oben geschilderten Beispiel :)

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