ICQ – der Kult-Messenger kehrt zurück

Viele, die heute in den 30ern sind, haben dieser Tage ein Déja-Vu, und zwar in akustischer Form. „Ah-Oh!“ Wer bei diesen Worten sofort an eine grüne Blume mit einem gelben und einem roten Blatt denkt, der ist nicht allein. Denn mit ICQ kehrt der Kult-Messenger der 1990er und 2000er zurück – und er wird jetzt schon als WhatsApp-Killer gehandelt.

Das hat man schon vielen Messengern vorhergesagt, doch geschafft hat es bislang keiner. Ob das bei ICQ tatsächlich anders wird, bleibt abzuwarten. Potential hat die neue App, die es für Android, iOS, Mac OS X und Windows gibt, jedoch. Denn viele verbinden mit ICQ Erinnerungen an vergangene Tage. Wir haben uns den neuen, alten Messenger für euch angeschaut.

Fast ganz einfache Einrichtung des Messengers

Beim ersten Start der App wird man aufgefordert, seine Telefon-Nummer einzugeben. Per SMS bekommt man einen Code zugesendet, der von der App automatisch erkannt wird und dann kann’s auch schon losgehen. Etwas verwirrend – clever gemacht, aber für den Nutzer umständlich: Nun wird man aufgefordert, seine Freunde zu ICQ einzuladen. Überspringen kann man diesen Schritt erst, wenn man sich einmal durch alle auf dem Smartphone gespeicherten Kontakte gescrollt hat. Das muss man erst mal wissen! Im nächsten Schritt sieht man dann, wer bereits bei ICQ angemeldet ist und kann dann gleich mit diesen Freunden chatten.

Intuitive Bedienung

Die App ist relativ schlicht gehalten, es gibt neben dem Menü noch drei Reiter: Chats, Kontakte und Erkunden. Die ersten beiden sind wohl selbsterklärend. Unter Erkunden findet man diverse Gruppen-Chats, denen man beitreten kann – von lokalen Chats für Städte wie Hamburg, München oder Köln über eine Dating-Gruppe bis hin zu einem Fußball-Chat. Auch das Menü mit den Einstellungen ist übersichtlich gehalten: Man kann hier unter anderem den Status einstellen, Benachrichtigungen ein- und ausschalten und festlegen, ob Medieninhalte automatisch heruntergeladen werden sollen oder manuell. Neben eins-zu-eins-Chats gibt es auch Gruppenchats und auch Videotelefonie ist möglich. Bei Nutzung von ICQ auf mehreren Geräten werden Nachrichten automatisch synchronisiert, was durchaus eine feine Sache ist. Auch eine feine Sache: Per ICQ können bis zu 4 GB Daten verschickt werden, also deutlich mehr als bei der Konkurrenz.

Optisch zeitgemäß

Die neue ICQ App erinnert tatsächlich an alte Tage, wenngleich sie optisch im Material Design aufgehübscht und zeitgemäß angepasst wurde. Sie ist intuitiv zu bedienen. Allerdings sind auch bei ICQ Datenschutz und Sicherheit ein Thema. Denn Nachrichten werden nicht verschlüsselt und man nimmt den Nutzer stark in die Verantwortung. Wie es mit dem Thema Sicherheit steht, darüber äußert man sich bei ICQ nicht. Ob sich das neue ICQ wird durchsetzen können wird die Zeit zeigen. Von den Sicherheitsbedenken mal abgesehen – die aber auch bei anderen Messengern wie WhatsApp, Viber etc. gegeben sind – hat uns die App im Test gut gefallen und zuverlässig funktioniert. ICQ kann kostenlos im Play Store heruntergeladen werden.

Bewertung: 4/5 Sterne

2 comments on “ICQ – der Kult-Messenger kehrt zurück

  1. ICQ könnte durchaus ein WhatsApp-Killer werden, so lange es aber kein Threema-Killer wird, worauf nichts hindeuted, ist mein Interesse beschränkt, da ich mich um meine Privatsphäre sorge.

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